Von der Traube zum Wein
Nach einem alten Winzersprichwort heisst es
"Der Wein wird im Weinberg gemacht". Diese Aussage trifft vollkommen zu, denn was nützt es uns nach der Lese im Keller, wenn das Ausgangsprodukt, die Traube, nicht stimmt.
Der Anbau - gezügelter Rebschnitt
- qualitätsfördernde Maßnahmen von Hand
- stockindividueller Anbau
- integrierter Pflanzenschutz, naturnaher Weinbau
- gezielte und schonende Bodenbearbeitung
Die eigentliche Vinifikation - schonendes Pressen der Trauben
- natürliche Sedimentation
- Verzicht auf aromafördernde Hefen
- temperaturgesteuerte Gärung
- natürlicher Restzucker durch Gärunterbrechnung
- lange Reifung auf der Hefe
- Abstich bei niedrigen Temperaturen
- Filtration bei niedrige Temperaturen
- Weinsteinstabilisierung durch niedrige Temperaturen im Keller
- genügende Reife des Weines im Tank
Terminarbeiten
Aus diesem Grund beginnt in unserem Betrieb die Vinifikation im Weinberg und das wiederum mit dem Rebschnitt. Dieser wird von uns selbst durchgeführt, keine fremde Hand lassen wir an die Rebstöcke ran. Denn wird hier nicht pflichtbewusst und qualitätsorientiert gearbeitet, schlägt sich das auf alle weiteren Arbeiten im Jahr nieder und es wird schwieriger, qualitativ hochwertiges Traubengut zu erzeugen. Es wird bei dieser Arbeit entschieden, wieviel jeder einzelne Rebstock leisten kann und muss.
Wichtiger Arbeitschritt im Weinberg ist das "Ausbrechen". Hier werden zunächst alle überflüssig erscheinenden Triebe vom Stock genommen, um den Rebstock in das richtige Frucht/Blatt Verhältnis zu setzen. Ist diese Arbeit vollzogen, kann der Rebstock wachsen und gedeihen.
Das Ausbrechen der überflüssigen Trauben ist der nächste große Arbeitsschritt. Kurz vor der Traubenreife. Jetzt wird der Weinberg in seine Form gebracht, damit er die Reifephase im August, September und Oktober mit idealen Bedingungen durchlaufen kann. Arbeiten, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht vollzogen sind, werden sich später negativ auf die Traubenqualität niederschlagen.
Pflanzenschutz
Der Pflanzenschutz ist ein wichtiger Bestandteil zur Qualitätssicherung, auf dem im seltensten Fall verzichtet werden kann. Doch dies geschieht mit minimalem Aufwand und wir versuchen das maximale Ergebnis damit zu erzielen. Gesunde Trauben sind die Vorraussetzung hochwertige Weine zu erzeugen. Faules Lesegut belastet den Wein mit Fehlnoten und beeinflusst die Gärung im schlimmsten Fall negativ, so dass unbekömmliche Weine entstehen können. Um dem vorzubeugen, arbeiten wir im Einklang mit der Natur, bedienen uns der Wetterdaten der Wetterstationen und, was am wichtigsten ist, wir reduzieren die Erntemenge auf ein erträgliches Maß, damit die Trauben ihre natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Schimmelpilze aufbauen können. Zusätzlich arbeiten wir viel von Hand am Laub der Rebstöcke, damit die Traubenzone schnell abtrocknen kann und somit die Gefahr von Fäulnis geringer wird.
Pflanzenschutzmittel sind heutzutage in ihrer Wirkungsweise absolut optimiert und stellen keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar, wir sind der lebende Beweis dafür - wir trinken unsere Weine auch selbst.
Bodenbearbeitung
Ein wichtiger Bestandteil der Weinbergsarbeit. Mit der Bodenbearbeitung wird der Wasserhaushalt, das Bodenleben und die Bodenstruktur optimiert. Viel Erfahrung erfordern diese Arbeitschritte - es hängt immer von der Witterung ab und ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.
Lese
Mit dem Tag der Lese beginnt auch die Vinifizierung. Ab diesen Zeitpunkt verzeiht uns der werdende Wein keinen Fehler mehr. Alle Arbeiten müssen rasch, gezielt und sauber durchgeführt werden.
Das Pressen der Trauben
Die Trauben werden mit geringer mechanischer Einwirkung gepresst, damit unerwünschte Gerbstoffe nicht in den Saft gelangen. Viel Geschick und Gespür fordert dieser Vorgang.
Sedimentation
Ist der Saft abgepresst, wird der Most natürlich vorgeklärt, indem er einige Zeit in Tanks absetzen kann, so werden Trübstoffe vom eigentlichen Saft schonend getrennt, sehr Zeitaufwendung aber der schonenste Weg.
Nach ausreichender Sedimentation wird der Saft in die Gärtanks eingelagert, hier entscheiden wir uns nun für den Hefestamm.
Ist diese Wahl getroffen werden die Weine gezügelt vergoren. Die niedrige Gärtemperatur erhält die natürliche Kohlensäure und Aromastoffe, die sonst bei einer zu stürmischen Gärung verloren ginge. Hierzu werden die Weintanks ständig kontrolliert, damit sie auch nicht zu warm werden. Dazu werden sie von uns gekühlt.
Nach einer Gärdauer von 10 bis 30 Tagen wird der nun fertige Wein von der inzwischen am Tankboden abgesetzten Hefe getrennt und nun beginnt eine lange Reifephase für den Wein. Bis zu 4 Monaten wird er nun nicht mehr bewegt - es beginnt die Fassreife, nun kann sich der Wein in aller Ruhe entwickeln und entfalten.