20.02.2018 18:45 Uhr
Weinprobe Planetarium Nürnberg
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Datum/Zeit
Datum - 20.02.2018
18:45 Uhr - 21:15 Uhr

Veranstaltungsort
Nicolaus Copernicus Planetarium Nürnberg

Kategorien


Zur 14-tägigen beliebten Vortragsreihe rund um Wissen und Wahrnehmung kann wieder PROBST-WEIN im Planetarium in Nürnberg im Sternencafé frei verkostet werden.

Seit mehreren Jahren begleiten wir den Veranstalter Kortizes  bei der Durchführung dieser Vortragsreihen mit unserer Weinprobe, da die Referenten wirklich interessante Ein- und Ausblicke geben und Kortizes bzw. auch das Planetarium für uns sehr vertraute und empfehlenswerte Partner geworden sind.

Wir bringen jedes Mal andere Weine aus unserem Sortiment mit nach Nürnberg. Die Gäste dürfen dann kostenfrei vor (ab ca. 18:45 Uhr) und auch nach den Vorträgen probieren und ihren Geschmackssinn trainieren.

Wenn was schmeckt, kann auch gleich vor Ort bestellt werden. Die Lieferung kommt dann bequem per Post nach Hause oder wird nach Absprache zu einer der Vorträge mitgebracht.

Wir freuen uns auf Ihr Vorbeischauen und Wiedersehen ganz zentral am Nürnberger Plärrer!

Achtung: Die Vorträge können nur über das Bildungszentrum Nürnberg gebucht werden. Manche Vorträge könnten zur Abendkasse schon ausgebucht sein. Sollte das mal der Fall sein, ist jedoch die Weinprobe – dafür dann in ganz kleiner persönlicher Runde – immer noch möglich …

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20.02.2018 – Vortrag von

Prof. Dr. Franz Wuketits:

Pioniere und Querdenker
Außenseiter in der Wissenschaft

Die Entwicklung der Wissenschaft ist kein geradliniger Vorgang, sondern beschreibt einen Zickzackkurs. Oft werden dabei wichtige, zum Teil bahnbrechende Erkenntnisse „von außen“ in sie hineingetragen, also von Außenseitern, die im Wissenschaftsbetrieb nicht fest verankert sind, sich unkonventioneller Methoden bedienen und originelle Ideen entwickeln. Es sind Dilettanten, Querdenker, Grenzgänger und Reformer, die zu Lebzeiten nicht selten als Spinner verspottet werden und erst posthum Anerkennung finden. In der Vergangenheit waren es häufig Universalgelehrte, die in keinem bestimmten Fach ausgewiesen waren, aber die Wissenschaft (gerade deswegen?) „revolutionierten“. Beispiele für Außenseiter sind Alexander v. Humboldt, Charles Darwin, Gregor Mendel, Erwin Schrödinger, Alfred Wegener, Ignaz Semmelweis und viele andere. Die Beschäftigung mit Außenseitern ist überaus lohnend, weil sie Licht wirft auf die Frage, wie Wissenschaft überhaupt funktioniert und von welchen Rahmenbedingungen die Durchsetzung neuer Erkenntnisse abhängt.

Franz M. Wuketits studierte Zoologie, Paläontologie, Philosophie und Wissenschaftstheorie, promovierte (1978) an der Universität Wien, wo er auch (1980) seine Lehrbefugnis (für Wissenschaftstheorie mit besonderer Berücksichtigung der Biowissenschaften) erhielt. Seither Lehrtätigkeit ebendort. Daneben hat er Lehraufträge und Gastprofessuren an mehreren anderen Universitäten wahrgenommen, u.a. an der Technischen Universität Wien, an der Universität Graz und an der Universität der Balearen in Palma de Mallorca. Er war von 2002 bis 2017 Vorstandsmitglied des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung und ist wissenschaftlicher Beirat der Giordano Bruno Stiftung, der Freien Akademie und mehrerer anderer wissenschaftlicher Gesellschaften. Wuketits ist Autor von über 500 wissenschaftlichen Veröffentlichungen, darunter 44 Büchern, u. a. „Außenseiter in der Wissenschaft. Pioniere, Wegweiser, Reformer“ (Springer Spektrum, 2015).

[Foto: Karin Becker]